www.tagewerben.de 881 Erste urkundliche Erwähnung 1194 herrscht ein Katastrophensommer. Das Flussbett der Saale trocknet aus. um 1200 Die 4 Werbendörfer treten immer noch unter dem Sammelnamen Wirbina oder Werbene auf. 1381 500 Jahre Tagewerben 1450 wütet sehr schlimm die Pest. 1463 taucht erneut die Pest auf. 1522 wütet wieder die Pest im Ort und in der nahen Umgebung. 1547 Plünderungen durch kurfürstliche Truppen im Schmalkaldischen Krieg 1552 Wieder wütet die Pest. 1553 Tagewerben, Reichardtswerben und Posendorf werden zur Parochie mit einem eigenen evangelischen Pfarrer. Amtssitz wird Reichardtswerben.  1557 bricht nochmals die Pest im Ort aus. 1584 taucht erstmals die Schreibweise von Tagewerben, so wie wir sie heute kennen, auf. Zuvor heißt es Tannwerben. um 1600 gibt es 49 Häuser im Ort. 1618 – 1648 herrscht der Dreißigjährige Krieg. Es wird geraubt, gebrandmarkt und es kommt zu Misshandlungen der Bauern. 1648 gibt es nur noch 44 Häuser. 1631 Brandmarkungen durch Tillys Truppen 1632 Brandmarkungen durch Wallensteins Heer 1689 – 1698 Soldaten des Generals Brockendorf befinden sich im Ort. 1744 erfolgt die Grundsteinlegung des Chorturmes der Kirche. 1756 – 1763 Siebenjähriger Krieg Den Bürgern wird das Vieh und Geflügel genommen. Der preußische General Ziethen bezieht 1756 Quartier im Ort. 1757 Schlacht bei Roßbach oder auf den Feldern von Reichardtswerben 1770 – 1772 herrscht große Hungersnot und Armut. 1789 gibt es einen sehr harten Winter. 1798 Anlegung einer Torfgrube in Roßbach 1813 Die Franzosen ziehen nach der Schlacht bei Leipzig durch die Orte und plündern. 1816 ist das Jahr ohne Sommer. Aufgrund eines Vulkanausbruchs in der Südsee herrschen in Europa und Nordamerika im Juli und im                           August Temperaturen unter 0 Grad Celsius. Es folgen enorme                          Ernteeinbrüche. 1818 stiftet der Kaufmann Wengler aus Leipzig eine Turmuhr für die Kirche. 1819 erhält die Kirche eine Orgel. 1829 Gründung des Kirchenchors und Männergesangsvereins 1842 Durch eine große Trockenheit häufen sich Ratten, Mäuse und Hamster. 1846 Die Eisenbahnstrecke Weißenfels-Merseburg der Thüringer Eisenbahn wird eröffnet. 1850    Ende der Dreifelderwirtschaft. Dorf und Flur werden vermessen und          bekommen Grenzsteine. 1857 Samuel Bohndorf erbaut im Ort eine Schmiede. 1858 wird die alte Küsterschule an der Kirche abgebrochen. Ein Jahr später                          wird an gleicher Stelle ein Pfarrhaus mit einem Schulklassenraum                           errichtet. 1866 Krieg zwischen Österreich und Preußen. Aus dem Ort ist nur ein Gefallener zu beklagen. 1870 – 1871 Deutsch-Französischer Krieg 1875 Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer 1878 wird damit begonnen die Dorfanlage zu pflastern. 1883 wird ein neuer Friedhof östlich des Dorfes angelegt. 1887 Gründung einer freiwilligen Feuerwehr 1889 befinden sich an den Maibäumen die ersten roten Schleifen. 1890 stellt man mit Schrecken fest, dass die rote Fahne der Arbeiterklasse auf den Kirschbäumen an der Straße nach Weißenfels weht. 1891 muss wegen eines Sprunges die große Kirchenglocke umgegossen werden. Die 2. Schule (Straße des Friedens 4) wird gebaut. 1892 Choleragefahr im Ort, alle Brunnen und Wasserstellen werden untersucht. 1895 Große Volkszählung: 751 Einwohner in 110 Häusern Baubeginn des Tanzsaales durch den Wirt Max Waeße. 1896 Gründung des Schützenvereins 1897 wird für 670 Mark eine neues Spritzenhaus an der Marderhohle gebaut. 1900 wird der Markwerbener Weg mit Süßkirschbäumen bepflanzt. 1901 Gründung der Ländlichen Spar- und Darlehenskasse Tagewerben 1908 Teilung des Standesamtsbezirks Reichardtswerben in 3 Bezirke. Tagewerben und Kayna sind jetzt eigenständig. 1909 Eröffnung einer Bibliothek mit 20 Bänden. 1910 wird der Dorfanger in eine Schrebergartenanlage umgewandelt. 1912 beginnen die Verhandlungen und Geschäfte zwischen Tagewerben und                           der Grubenbahn. Tagewerben soll eine eigene Haltestelle bekommen. 1913 wird Tagewerben an das Stromnetz angebunden. Der Ort erhält auch eine elektrische Straßenbeleuchtung. 1914 Der erste Weltkrieg beginnt. 1915 wird alles rationiert. Die Brot- und Fleischkarten werden eingeführt. Es gibt Zucker- und Buttermarken. Erlaubnisscheine für Koks, Wolle und Zwirn werden herausgegeben. Die Kupferkessel, Orgelpfeifen und Kirchenglocken werden für         Kriegszwecke konfisziert. 1918 Der 1. Weltkrieg geht zu Ende. Ende des Jahres wird die Republik ausgerufen. 1919 werden die ersten 5 Vertreter der KPD in das Gemeindeparlament gewählt. 1920 findet das erste Kinderfest nach sechsjähriger Unterbrechung statt. 13. März : Anfang und Ende des Kapp-Putsches 1923 Höhepunkt der Inflation. 200 Milliarden Mark gelten 20 Goldpfennig. Ende des Jahres wird die Rentenmark eingeführt. 1922 wird das Ehrenmal der Gefallenen auf dem Kirchhof eingeweiht. 1926 Die Firma Böhme aus Weißenfels richtet einen Autobusverkehr von der Stadt nach Tagewerben ein. 1927 beginnt der Bau einer Schule mit 2 Lehrsälen. 1928 Einweihung der neuen Schule Am 6. November überfliegt das Luftschiff „Graf Zeppelin“ den Ort. 1929 herrscht der kälteste Winter seit den Wetteraufzeichnungen im Jahr 1720. Die Temperatur beträgt -34 Grad Celsius. Durch die Überheizung eines Ofens, brennt der Tanzsaal (anno 1895) von Reinhold Schieck bis auf die Grundmauern nieder. 100 Jahre Kirchenchor und Männergesangsverein Der New Yorker Börsenkrach löst die Weltwirtschaftskrise aus. 1930 Große Mäuseplage 1931 finden die Reichsjugendwettkämpfe zusammen mit Reichardtswerben auf         dem Turnerplatz statt. 1932 gibt es mehr als 80 Arbeitslose in der Gemeinde. 1933 Ende der Weimarer Republik. Reichspräsident Hindenburg legt die Führung der Regierung in die Hände          von Adolf Hitler. Der Nationalsozialismus beginnt seinen Siegeszug in Deutschland. Anfang Juni kommt es zu einer Polizeirazzia im Dorf. Die Leitung hat         Oberleutnant Hennecke. Die Inhaftierten werden im „Eichbaum“ verhört                           und kurze Zeit später wieder frei gelassen. 2 Personen werden in                           Schutzhaft behalten. Es wird kommunistisches Schriftgut beschlagnahmt. 1934 herrscht große Trockenheit. Die Folge ist eine Getreidemissernte. 1935 wird ein Brunnen auf dem Friedhof gebohrt. Es herrscht wieder eine große Trockenheit. 1939 Der 2. Weltkrieg beginnt. Die Schmiede von Friedrich Fliege (ehemals Bohndorf) schließt. Ein unhaltbarer Zustand für das Dorf. Der Lehrer Martin Siebert macht Ausgrabungen (Hockergrab) in der          Lehmgrube der Ziegelei. 1940 1. Luftangriffe auf die Leuna-Werke 1942 Otto Reischke, Bauer und Standesbeamter in Tagewerben, bringt die „Chronik von Tagewerben“ heraus.  1943 Die 1. Trecks aus dem Osten kommen an und müssen untergebracht werden. 1945 Die amerikanische Armee marschiert im April von Westen ein und besetzt den Ort. Es herrscht Panzeralarm. Im Mai erfolgt die Bedingungslose Kapitulation. Der Krieg ist zu Ende. 1947 „Junkerland in Bauernhand“ – Die Bodenreform wird durchgeführt. Große Kartoffelkäferplage 1948 wird ein Ortskomitee gebildet, das den Kindergarten gründet. Große Rübenkäferplage Es bildet sich eine Leihenspielgruppe des Kulturbundes, die sich mit Erfolg dem Theaterspielen widmet. In der Ostzone wird die Währungsreform durchgeführt. 1949 findet der 1. Karneval statt. 1953 Bau des Wasserturms 1955 Zusammenschluss der Schulen Tagewerben und Reichardtswerben 1956 wird eine Fernsehstube durch die nationale Front eingerichtet. 1957 hat jedes Haus im Ort einen Anschluss an die zentrale Wasserleitung. Die Ziegelei in der Reichardtswerbener Straße schließt, da der Lehm alle ist. 1958 wird die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft „Freier Bauer“ gegründet. Das Baugelände am Mühlweg wird erschlossen. Der Sportplatz wird angelegt. 1960 wird Tagewerben vollgenossenschaftlich. Die Bauern schließen sich der LPG „Florian Geyer“ in Reichardtswerben an. 1961 Im August beginnt der Mauerbau. Die Grenzen zur Bundesrepublik werden geschlossen. 1962 wird eine Arztstelle eingerichtet. 1963 erhält die Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze und ein neues                          Gerätehaus. 1969 Für Tagewerben und Reichardtswerben wird mit einem Schulneubau im Mühlweg begonnen. 20. Karneval in Tagewerben 1971 beginnt der Unterricht in der neuen Schule. 1975 wird auf dem Gelände der Schule eine Turnhalle gebaut. 1977 ist ein sehr strenger Winter. Zum Jahreswechsel (1978) fällt der Strom aus. Wasserleitungen frieren ein und die Ostsee friert zu. Der Winter geht als Katastrophenwinter in die deutsche Geschichte ein. Der Sportplatz wird durch einen Kleinfeldplatz mit Kunststoffbelag                           erweitert. 1981 1.100-Jahr-Feier der Gemeinden Tagewerben, Reichardtswerben,          Burgwerben, Markwerben, Großkorbetha und Goseck 1984 35. Karneval in Tagewerben 1989 40. Karneval in Tagewerben Im November erfolgt die Maueröffnung in der Hauptstadt Berlin. 1990 Wiedervereinigung nach 40 bitteren Jahren der Trennung Ullrich Pippel wird Bürgermeister. Die 1. freien Wahlen finden statt. Einführung der Deutschen Mark 1991 Die „Deutsche Telekom AG“ beginnt die 1. Telefonanschlüsse zu installieren. 1993 Tagewerben bildet mit 6 weiteren Gemeinden die         „Verwaltungsgemeinschaft Saaletal“ 1994 erhält die freiwillige Feuerwehr ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug. 1996 wird ein neues Feuerwehr-Gerätehaus bezogen. 1997 TV Tagewerben geht das 1. Mal auf Sendung. Ein Frisörsalon eröffnet im Keller des Gemeindehauses. Schwelbrand unter dem Bühnenbereich im Gemeindesaal. 1998 Ein Unwetter überflutet die Straße des Friedens, die Hirtengasse und die Schulstraße. Der Schwanenteich kann kaum das viele Wasser fassen. 2001 findet im November der 1. Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Feuerwehr statt. 2002 Währungsreform: Einführung des Euro Die Sekundarschule schließt. Die Schüler gehen nun in Weißenfels zur Schule. 2003 brennt durch Blitzschlag die Scheune der Familie Müller in der Straße des Friedens bis auf die Grundmauern nieder. 2006 1.125-Jahr-Feier der Gemeinden Tagewerben, Reichardtswerben, Burgwerben, Markwerben, Großkorbetha und Goseck 2007 Das Turmdach der Kirche wird ausgebessert. Auch Knopf, Wetterfahne                            und Kreuz werden neu auf der Kirchturmspitze angebracht. Für die Instandsetzungsarbeiten spenden die Bürger über 2000 Euro. 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Tagewerben 2008 Ende des Jahres wird der Wasserturm renoviert. Beginn der Welt-Finanz-Krise 2009 60. Karneval in Tagewerben Der Konsum schließt aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage. 2010 Ab 1. September gehört Tagewerben zu Weißenfels. Gründung eines Feuerwehrvereins Die Reichardtswerbener Straße erhält einen separaten Abfluss für das Regenwasser. Die Straße und die Fußwege werden neu gestaltet. Am 1. Advent findet der 10. Weihnachtsmarkt in Tagewerben statt. Anfang Dezember herrschen schon -15 Grad Celsius. Der Winter beginnt         sehr streng, endet aber mild. 2011 im März wird die Sirene von ihren Standort “Eichbaum” Weißenfelser Straße 2 auf das Feuerwehrgerätehaus umgebaut. Die Geschichte unserer Gemeinde in Stichpunkten